Windenergie

Energieträger Windenergie

Wind ist die wohl mächtigste Naturkraft der Welt – und damit auch eine mächtige Quelle, klimafreundliche Energie zu erzeugen.

Windräder

Bei der Windenergie wird die kinetische Energie (Bewegungsenergie) des Windes zur Rotation der Flügel der Windräder genutzt. Die mechanische Energie der Drehbewegung (Rotationsenergie) wird von einem Generator in elektrische Energie umgewandelt. 

Heutige Windkraftanlagen ragen nicht selten über 100 Meter in den Himmel, je nach Durchmesser der Rotoren kann es zu Gesamthöhen von 200 Metern kommen. Windenergie leistet schon jetzt in vielen Ländern einen wichtigen Beitrag zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Tendenz steigend.

Infografik Windenergie

Eine Studie des Europäischen Verbands für Windenergie geht davon aus, dass im Jahr 2020 der Rotordurchmesser bis zu 252 Meter und die Nennleistung 20'000 Kilowatt betragen wird. (Grafik: BASF)

Windenergie in der Schweiz

1986 entstand die erste Windenergieanlage in der Schweiz beim Soolhof (Langenbruck, BL). Geeignete Standorte befinden sich auf den Jurahöhen, aber auch in den Alpen und Voralpen und im westlichen Mittelland. Bis 2050 sollen mit Windenergie in der Schweiz rund 4‘000 GWh Strom pro Jahr erzeugt werden. (Bundesamt für Energie, 2018)

 
 

Ende 2019 waren insgesamt 37 Gross-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 75 Megawatt (MW) installiert. Der Bau des Windparks "San Gottardo" wird mit seinen fünf Anlagen, welche voraussichtlich im Sommer 2020 ans Netz gehen, für einen Zubau von 11.75 MW sorgen. Betreffend Stromproduktion erlebte die Windenergie 2019 in der Schweiz ein absolutes Rekordjahr. Ihre Jahresproduktion betrug 2019 etwa 146 Mio. Kilowattstunden (kWh), was rund 20% mehr ist als im Vorjahr. Sowohl die durchschnittliche Produktionserwartung von 128 Mio. Kilowattstunden (kWh), als auch die Rekordwerte von 2017 wurden deutlich übertroffen. 

Die Windenergie in der Schweiz konnte 2019 somit insgesamt 41'700 Haushalte mit sauberem Windstrom versorgen, was trotz Rekordjahr noch immer weniger als 0.3% des Schweizer Strombedarfs entspricht. Die genauen Angaben und Standorte finden sich auf den Online-Karten des Bundes.

Entwicklung der Windenergie in der Schweiz
Windenergie Europa

Quelle: Statistik (CH/International), Suisse Eole

Vor- und Nachteile der Windenergie

Vorteile

  • Wind ist dauerhaft vorhanden und steht auch nachts zur Verfügung
  • Es erfolgt kein Ausstoss von Schadstoffen
  • Herstellung, Wartung und Weiterentwicklung von Windkraftanlagen schafft viele Arbeitsplätze
  • Es braucht wenig Land, um die Anlage aufzustellen
  • Pachteinnahmen von Gemeinden, wenn Anlage auf deren Land gebaut wird. Dies ist auch für Steuerzahler von Vorteil.

Nachteile

  • Keine zuverlässige Energiequelle, Wind ist nicht immer am richtigen Ort und in der richtigen Stärke vorhanden
  • Wind lässt sich nicht speichern und muss vor Ort in transportfähigen elektrischen Strom umgewandelt werden
  • Lärmemission unter Umständen störend für Anwohner
  • Gefährlich für Zugvögel (es kommen jedoch mehr Vögel bei Kollisionen mit Hochhäusern ums Leben)

 

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